„Gezeichnete Evidenz auf kolorierten Papieren in Süd und Nord von 1400 bis 1650“

Tagung, konzipiert von Iris Brahms (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München) und Klaus Krüger.

In ausgewählten Handschriften galt die Einfärbung des Schreibgrundes wie Papyrus oder Pergament einer Veredelung des Materials und Nobilitierung des Werks. Die Technik der sog. Farbgrundzeichnung geht südlich der Alpen etwas weiter als nördlich ins 14. Jahrhundert zurück. Begünstigte das kolorierte Papier (oder seltener Pergament) das Licht-Schatten-Studium   im   Vorfeld von Malerei (Cennini), wurden Material und Handhabung facettenreich variiert und    unterschiedlichste ästhetische Präferenzen entwickelt. Dementsprechend verschieden   differenzierten sich Funktion und Status solcher Zeichnungen, die während des Studientages in Fallstudien vom 15. bis ins 17. Jahrhundert hinein über die Alpen hinweg diskutiert werden sollen. Dabei führt die Korrelation von materiellem Ausgangspunkt, der medialen Umsetzung samt ästhetischen Präsenzmodi in unlöslicher Verschränkung mit dem Gegenstand der Darstellung zu Fragen der Evidenzerzeugung, der bildlichen Referenzialität auf die Wirklichkeit wie der Selbstreflexivität des Mediums.

Programm

Berlin, 22.6.2018
Veranstaltungsort: Freie Universität Berlin
Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
Fabeckstr. 23-25, 14195 Berlin
Holzlaube, R-1.2009

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