Johanna Schiffler

 

Johanna Schiffler, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Forschungsprojekt

Landschaftsmalerei um 1900

 

Um 1900 erschaffen Künstler wie Ferdinand Hodler, Adolph Hölzel, Gustav Klimt, Piet Mondrian und Felix Valloton Bilder, die den Raum der Landschaft nicht mehr zentralperspektivisch sondern dekorativ als ornamentales und rhythmisches Zusammenspiel von Farb- und Formelementen in der Bildfläche organisieren. Das Promotionsvorhaben widmet sich der Landschaftsmalerei um die Jahrhundertwende, um erstmals die verschiedenen Verfahren der dekorativen Formalisierung, die von der Forschung bisher besonders in der Perspektive einer Entwicklung von autoreflexiver Sinnproduktion der abstrakten Malerei der Moderne in den Blick genommen wurden, in ihrer vermittelnden Funktion in Bezug auf die dynamisch und subjektiv erfahrene Wahrnehmung der Landschaft zu erforschen und damit auch in Bezug auf ihre bild- und kulturgeschichtlichen Kontexte, sowie den wahrnehmungstheoretischen Diskurs der Zeit.

Vita

Studium der Kunstgeschichte und Neueren deutschen Literatur an der Universität Hamburg, der EHESS in Paris und an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2009/10 Praktikum am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris. 2013 Magisterabschluss mit einer Arbeit zu den Zeichnungen Victor Hugos im Kontext seiner Rezeption der antiken Bildtheorie und Naturphilosophie des Lukrez. 2011–2013 wissenschaftliche Hilfskraft und Stipendiatin der Kolleg-Forschergruppe „Bildakt und Verkörperung“ der Humboldt-Universität. 2013–2015 Mitglied im Forschungsprojekt „Ikonische Formprozesse“ am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität. 2014–2016 Stipendiatin des Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung“ der Humboldt-Universität. 2015/16 Lehrauftrag der Technischen Universität Berlin. Seit Juli 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kolleg-Forschergruppe „BildEvidenz“. Im Herbst 2016 Forschungsaufenthalt am Institute of Fine Arts der New York University.

Forschungsschwerpunkte

  • Malerei und Grafik des 19. Jahrhunderts und Beginn des 20. Jahrhunderts
  • Gattungsgeschichte der Landschaft
  • Theoriegeschichte der Wahrnehmung, besonders Psychophysiologie und psychologische Ästhetik des 19. Jahrhunderts

Publikationen

Raumerfahrung und Augenbewegung in Kunsttheorie und psychologischer Ästhetik um 1900, in: Ikonische Formprozesse, hg. v. Franz Engel/Marion Lauschke/Johanna Schiffler, Actus et Imago Bd. 20, Berlin 2016 (in Vorbereitung).

Die Kraft der Trugbilder. Formprozess und poetologisches Motiv bei Victor Hugo, in: Bilder-Texte-Bewegungen: Interdisziplinäre Perspektiven auf Visualität, hg. v. Sandra Hettmann/Berit Callsen/Yolanda Melgar Pernías, Würzburg 2016, S. 77-94.

Metamorphosen am Himmel. Victor Hugo und Lukrez, in: Ulrike Feist/Markus Rath: Et in imagine ego. Facetten von Bildakt und Verkörperung, Akademie Verlag, Berlin 2012, S. 139-153.

Das Sehen im Bild“/ „Le voir dans l’image, in: Lukas Hoffmann. vingt-six photographies, Beaux-Arts de Paris, les éditions, Paris 2011, S. 7-13.

Kontakt

Johanna Schiffler

Kolleg-Forschergruppe BildEvidenz

Arnimallee 10
14195 Berlin

Tel.: +49(0)30-838-908559

johanna.schiffler@fu-berlin.de

Homepage am KHI