Markus Klammer

 

M.Klammer_BildEvidenz_Fellowship 2017_Profilbild

Prof. Dr. Markus Klammer

Schaulager-Professor für Kunsttheorie
Vizedirektor von eikones NFS Bildkritik
Universität Basel

Aufenthalt

Februar – Mai 2017

Forschungsprojekt

Das Projekt ist dem Status künstlerischer Arbeit unter hochtechnisierten Produktionsbedingungen gewidmet. Ausgehend von Bertolt Brechts Diktum, man sehe der Photographie einer Fabrik die realen Macht- und Produktionsstrukturen nicht an, untersuche ich im Zuge meines Berliner Aufenthalts die bildlichen Evidenzen spätkapitalistischer Produktionsverhältnisse, aber auch residualer körperbezogener Herstellungstechniken in der zeitgenössischen Kunst. Das Projekt nimmt zum einen eine genealogische Perspektive ein, zum anderen widmet es sich einer Reihe paradigmatischer Fallstudien. Nach einer allgemeinen und historischen Grundlegung des Zusammenhangs von Kunst und Technik wird es sich auf dessen Rekonfiguration in der spätmodernen und zeitgenössischen Kunst konzentrieren, die unter technologischen Bedingungen steht und von der Auseinandersetzung mit automatisierten, naturwissenschaftlich gestützten Herstellungsverfahren in industriellem Maßstab geprägt ist. Detaillierte Untersuchungen betreffen das Verhältnis von Film und Malerei sowie das Werk von Charles Ray, Seth Price, Mathias Poledna und Klaus Mosettig.

Forschungsschwerpunkte

  • Kunsttheorie und Ästhetik
  • Bildtheorie
  • Kunst und Technologie

Publikationen

»Bergsonscher Platonismus. Gregory J. Markopoulos’ ›Gammelion‹ (1968)«, in: Markus Klammer und Maja Naef (Hrsg.): Kino der Zukunft. Gregory J. Markopoulos, München 2017, S. 131–164.

Hrsg. mit Maja Naef: Kino der Zukunft. Gregory J. Markopoulos, München 2016.

»Kommentar zu ›Der Rahmen der Repräsentation und einige seiner Figuren‹ von Louis Marin«, in: Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung 7/1 (2016), S. 99–108.

»The Body as Commodity and Utopia«, in: Bernhard Mendes Bürgi (Hrsg.): Sculpture on the Move 1946-2016, Ausst.-Kat. Kunstmuseum Basel, Ostfildern 2016, S. 102–111.

mit Stefan Neuner: »Bildfeld und Blickfeld. Figurationen der Abstraktion bei Jackson Pollock«, in: Nina Zimmer (Hrsg.): Der figurative Pollock, Ausst.-Kat. Kunstmuseum Basel, München/New York 2016, S. 39–63.

»Mimicry, Ekphrasis, Construction. ›Reading‹ in Freudian Psychoanalysis«, in: Aisthesis 9/2 (2016), S. 139–151.

Figuren der Urszene. Material und Darstellung in der Psychoanalyse Freuds, Wien 2013.