Andreas Beyer

 

Prof. Dr. Andreas Beyer

Professor für Kunstgeschichte der Neuzeit
Sprecher des Forschungsverbunds „Bilderfahrzeuge – Aby Warburg’s Legacy and the Future of Iconology“
Universität Basel

Aufenthalt

Januar, Juni – August 2017

Forschungsprojekt

Ich- und Selbstverweis in der Bildenden Kunst

Meine Forschungsarbeit während des Fellowships ist einem Buchprojekt gewidmet, das den Spuren der Individualität in der Kunst nachgeht. Ausgehend von der Behauptung von der „Unmöglichkeit der Kunst, Ich zu sagen“ (Jan Białostocki) und angesichts der Debatte um den „Tod“ des Autors (und nicht weniger der seiner vielerorts konstatierten Wiederkehr), will dieses Vorhaben der „Selbstevidenz“ in der Geschichte der Kunst nachgehen, auch, um die Künstleridentität in diachroner Perspektive unter ihren jeweiligen Bedingungen zu erkunden. Dabei spielen die unterschiedlichen Formen des „Selbstporträts“ weniger eine Rolle, als vielmehr kryptische oder auch evidente Selbstverweise in anderen Formaten, schriftliche Quellen, Selbstbeschriebe oder auch Nachrichten von Außen. Es geht dabei um Fragen der Selbstkonstruktion ebenso wie um solche der Anpassung an sozial determinierte Erwartungshaltungen, um Mythen, Konzepte und Legenden.
Während meiner Zeit in der Arnimallee wird der Schwerpunkt zunächst auf der auch von den Sozialwissenschaften derzeit wieder verstärkt diskutierten Frage nach der Definition von „Individualität“ und deren unterschiedlichen „Konjunkturen“ liegen. Aber nicht nur, hoffe ich.

Forschungsschwerpunkte

  • Kunst- und Architekturgeschichte der Neuzeit und der deutschen Klassik
  • Politische Bildgeschichte
  • Bild- und Formmigration

Publikationen

Hrsg. mit Guillaume Cassegrain: Mouvement. Bewegung: über die dynamischen Potenziale der Kunst, Berlin 2015

Hrsg. mit Laurent Le Bon: Silence. Schweigen: über die stumme Praxis der Kunst, Berlin 2015

Der Körper als Bild. Die Kunst als Theater der Geschlechter, in: Krämer, Felix (Hg.): Geschlechterkampf. Franz von Stuck bis Frida Kahlo, Ausst.-Kat. Städel Museum Frankfurt, München 2016, S. 22-29.

Die Kunst des Klassizismus und der Romantik, München 2011