Bernhard Jussen

 

Porträt Bernhard Jussen

Bernhard Jussen

Professor für Mittelalterliche Geschichte
Goethe-Universität Frankfurt am Main

Aufenthalte

August 2014, Februar 2016 – März 2016

Forschungsprojekt

Eine Geschichte des Mittelalters in 12 Kapiteln

Das Buch bearbeitet mit einem kulturwissenschaftlichen Blick Grundlinien der Geschichte des lateinischen Europa vom 5. bis 16. Jahrhundert. Es diskutiert ausschließlich Material, das ins Repertoire der Kunstgeschichte gehört, in geschichtswissenschaftlichen Entwürfen allenfalls additiv benutzt wird oder als irrelevant wegfällt. Erprobt wird dabei, was mit einer geschichtswissenschaftlichen Darstellung passiert, wenn die Materialentscheidung (vereinfacht gesagt: Bild statt Text) zur Konzentration auf ästhetische Diskurse zwingt und vertraute Themen mediävistischer Entwürfe nur im Umweg über die ästhetische Produktion adressiert werden können.

Forschungsschwerpunkte

  • Verwandtschaft in der Vormoderne. Institutionen und Denkformen intergenerationeller Übertragung
  • Politische Sprache im Mittelalter
  • Computational Historical Semantics
  • Ikonologie der Geschichtswissenschaft. Zur Bildlichen Formierung historischen Denkens in der Moderne
  • Erinnerungskultur und Gegenwartskunst

Publikationen

  • Die Franken. Geschichte, Gesellschaft, Kultur, München: C.H. Beck 2014.
  • Erbe. Übertragungskonzepte zwischen Natur und Kultur, hg. v. Stefan Willer, Sigrid Weigel und Bernhard Jussen, Berlin: Suhrkamp 2013.
  • Kinship and Blood in Western History. Genealogy – Race – Genes, hg. v. Christopher H. Johnson, Bernhard Jussen, David Sabean und Simon Teuscher, New York/ Oxford: Berghahn Press 2013.
  • Plädoyer für eine Ikonologie der Geschichtswissenschaft. Zur bildlichen Formierung historischen Denkens, in: Reinhart Koselleck. Politische Ikonologie. Perspektiven interdisziplinärer Bildforschung, hg. v. Hubert Locher (Transformationen des Visuellen, Schriftenreihe des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg Bd. 1), München/ Berlin: Deutscher Kunstverlag 2013, S. 260-279.
  • Bilderhorizonte. Wege zu einer Ikonologie nationaler Rechtfertigungsnarrative, in: Dynamik normativer Ordnungen. Ethnologische und historische Perspektiven, hg. v. Andreas Fahrmeir und Annette Warner, Frankfurt: Campus 2013, S. 79-107.
  • Historische Semantik aus der Sicht der Geschichtswissenschaft, in: Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte. Historische Semantik, hg. v. Jörg Riecke, Berlin/ Boston 2011, S. 51-61.
  • Signal – Christian Boltanski, hg. v. Bernhard Jussen (Von der künstlerischen Produktion der Geschichte 5), Göttingen: Wallstein 2004.
  • Hanne Darboven – Schreibzeit, hg. v. Bernhard Jussen (Von der künstlerischen Produktion der Geschichte 3 = Kunstwissenschaftliche Bibliothek 13), Köln: Verlag der Buchhandlung Walther König 2000.
  • Spiritual Kinship as Social Practice. Godparenthood and Adoption in the Early Middle Ages, London / Newark: University of Delaware Press 2000.
  • Der Name der Witwe. Erkundungen zur Semantik der mittelalterlichen Bußkultur (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 158), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2000.

 

Kontakt

Bernhard Jussen

Kolleg-Forschergruppe BildEvidenz

Arnimallee 10
14195 Berlin

Zimmer 008
Tel.: +49 (0) 30-838-50969

jussen@em.uni-frankfurt.de

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